Mailserver Update und Spam, die Qual der Wahl

September 11th, 2007 by Philipp Schmid

Email Usernamen und das Webmail Adressbuch

Seit der Umstellung auf unsere neue Mail Infrastruktur ist es möglich als Benutzernamen für POP3, IMAP, SMTP und Webmail nicht nur “email#domain.com” zu verwenden sondern auch “email@domain.com”. Bisher haben wir dieses Feature nur intern verwendet und nirgendwo publiziert.

Allerdings haben einige Kunden dies selbst herausgefunden und bereits verwendet. Leider war unser Webmail darauf noch nicht vorbereitet und hat daher begonnen zwei Accounts zu verwalten, einmal für “email#domain.com” und einmal für “email@domain.com”. Dies hat dazu geführt das auch zwei Adressbücher existiert haben.

Nachdem uns heute ein Kunde darauf hingewiesen hat, haben wir alle Adressbucheinträge der @ Accounts auf die # Accounts verschoben und das Webmail so umgeschrieben dass beide Usernamen auf den # Account zeigen. Sprich man kann sich jetzt sowohl mit “email@domain.com”, als auch mit “email#domain.com” einloggen und hat das selbe Adressbuch und auch die selben Einstellungen.

Spam, die Qual der Wahl

Spambekämpfung ist immer eine Gratwanderung zwischen der Ablehnung und der Annahme von Emails.
Lehnt man zu restriktiv ab, gehen normale, erwünschte Emails verloren, ist man jedoch zu lasch, wird man von Spams nur so überflutet.
Zwei unserer Hauptmaßnahmen gegen Spam ist die Verwendung Blacklisting und Greylisting.

Was ist Blacklisting? Unter Blacklisting versteht man die Verwendung von oft per Hand gepflegten Listen mit Mailservern über die Spam verschickt wird. Kontaktiert uns ein Mailserver, frag unser Mailserver bei diesen Listen nach ob es sich um einen Spamsender handelt oder nicht. Ist das Ergebnis positiv lehnt unser Mailsserver die Email ab.

Was ist Greylisting? Hier wird ein Trick verwendet um das Spamaufkommen zu verringern. Der Emailverkehr ist so ausgelegt dass falls ein Mailserver nicht erreichbar ist, oder ein temporäres Problem hat, er dies anderen Mailservern mitteilen kann. Diese probieren dann, meistens innerhalb weniger Minuten, die erneute Zustellung einer Email.
Nun nutzt Greylisting dieses Feature, gemeinsam mit der Tatsache dass Spammer diese erneute Zustellung meistens nicht durchführen, um zwischen Spams und normalen Emails zu unterscheiden.
Greylisting hat jedoch einen Nachteil und zwar wird dadurch die Emailzustellung im Regelfall künstlich um eine Minute verlängert. Hier sind man die Qual der Wahl besonders gut: Lieber weniger Spam oder unverzögerte Emailzustellung.

Warum ich aber darüber überhaupt schreibe: die Chello Mailserver sind gestern auf einer von uns verwendeten Blacklist gelandet und wir haben daher von Chello eingehende Emails abgelehnt.

Da wir unsere Kunden aber natürlich trotzdem Emails von Chello empfangen können müssen, haben wir eine Whitelist implementiert. In dieser können wir nun Domains eintragen, die trotzdem sie auf einer Blacklist gelandet sind, von uns akzeptiert werden. Chello ist nun einer dieser Domains.

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